
Dieses Interview war bis 09.02.2026 17:00 Uhr freigeschaltet.
Im Interview spricht Barbara Doberer über Embodiment als Schlüssel für echte Kraft und Leichtigkeit – darüber, im eigenen Körper wirklich „zuhause“ zu sein. Körperliche Symptome versteht sie nicht als Störung, sondern als Botschaften unterdrückter Emotionen. Ekstase, so Barbara, ist nichts Abgehobenes, sondern etwas zutiefst Körperliches.
Zentral ist für sie der Archetyp: die Hexe auf dem Zaun zwischen den Welten. In diesem Bild wird die Hexenwunde sichtbar – die tief verankerte Angst vor Sichtbarkeit, Heilung und Wahrheit, gespeist aus kollektiver Verfolgungsgeschichte.
Barbara arbeitet u. a. mit Familienaufstellungen, um systemische Verstrickungen sichtbar und lösbar zu machen, sowie mit pränataler Körperarbeit, die frühe Prägungen noch vor der Geburt erreicht und heilt. Ihr Weg nach vorn führt über das Zurückholen des inneren Feuers – von Wahrheit, Leidenschaft und Verkörperung – als Gegenpol zur entwurzelten, übersteigerten Yang-Energie unserer Zeit.
MamaMia – eine Trilogie
Versöhnung und Verbundenheit mit der Mutter aus verschiedenen Perspektiven
🌸 der Tochter, um eine erwachsene, eigenverantwortliche, freie Frau zu sein.
🌺 der Mutter, um die volle weibliche Macht und Schöpferkraft zu leben.
🌹 der Großmutter, um verbunden zu sein mit der magischen Kraft der Weisen Frauen und der Großen Mutter.
systemische beratung | aufstellungen | rituale | retreats | integration früher traumata
Biografie: Was mich bewegt
Nach handwerklicher Lehre, Technik-Studium und 10 Jahre in Führungsposition in der Industrie, kam mit Mitte 30 nach der Begegnung mit einer fremden und doch so vertrauten Kultur die radikale Wende in meinem Leben.
Nach 7 Jahren „Suchen und Sammeln“ und spirituellen Erfahrungen landete ich schließlich beim klassischen Familienstellen, das mir vom ersten Moment an so vertraut war. Parallel dazu tauchte ich ein in schamanische Ritualarbeit.
Trauma-Aufstellungen, sowie eine tiefe Körperarbeit zur Integration von prä- und perinataler Traumata (Reise in die eigene Schwangerschaft und Geburt) kamen noch dazu.
Das hat mich einerseits mir selbst so viel näher gebracht und es hat mich vieles gelehrt über unser Werden und Sein als Mensch.
Die große Frage, die mich bewegt, ist die Rückverbindung zum eigenen Ursprung, zum wahren Wesen, zur göttlichen Essenz.
Und welche verlorenen und abgespaltenen Anteile dürfen wir auf diesem Weg wieder einsammeln und zu uns nehmen, um vollkommen im eigenen SELBST anzukommen. Denn Heimat finden in sich selbst ist wohl die größte Freiheit.
Mit den Erfahrungen von Flucht und Vertreibung in der Ahnenlinie und erst recht als allein geborene Drilling, war das Gefühl von fremd sein, Heimatlosigkeit und nicht dazugehören, sehr prägend für mich, was mich veranlasst hat, mich auf den Weg zu machen, auf die Suche zu mir selbst und meiner Verwurzelung.
Heute ist es mir eine so große Freude, Menschen – insbesondere Frauen – auf ihrem Weg zu sich selbst und in ihre ganz einzigartige, wundervolle Kraft zu begleiten.
Ich liebe es, in die Tiefe zu tauchen, die Dunkelheit zu umarmen und Kraft schöpfen aus der Stille.
Ich liebe es, Menschen zu ermöglichen, sanft und klar anzukommen im eigenen Körper, im eigenen Tempel. Die feinen, leisen und lauten Stimmen, Symbole, Gesten und Bewegungen wieder wahrzunehmen und ernst zu nehmen.
Den eigenen Lebensfaden wieder aufzunehmen und die eigene Lebensgeschichte weiter zu weben, anstatt sich von Konventionen und falschen Rollen vereinnahmen zu lassen.
Aus der Verbundenheit mit sich selbst ergibt sich die Verbundenheit zu allem, was ist, eine gute Voraussetzung für ein friedliches Miteinander mit allem, was ist.
Denn:
„Wir alle sind nur eine einzelne Faser im großen Gewebe des Lebens“.
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Was für ein starkes Interview! Eine so weise und empathische Frau! Ich ich liebe die Tiefe dieses Interviews. Immer wieder bin ich überrascht, dass es noch mehr Aspekte gibt, die uns Frauen klein halten, als die, die mir schon bewusst sind, aber immer schon gefühlt habe. Hier war es die Rolle der Väter. Meine eigene Erfahrung mit dem Thema kann ich nun noch einmal besser einordnen. Herzlichen Dank dafür.
Danke liebe Marie für dein Feedback!
Ja, in der Tat öffnen sich immer weitere und tiefere Schichten, die uns offenbaren, wie sehr uns patriarchale Konventionen „in den Knochen hängen“.
Wie gut ist es da, dass wir so viele sind auf dem Weg zu einer neuen Lebensform des fürsorglichen Miteinaders, wie es in ursprünglichen Muttergesellschaften der Fall war und auch heute noch ist.
Danke für Dein SEIN 💖
Barbara Doberer
Was für wahre Worte von einer weisen Frau! Das Interview hat mir sehr geholfen, mit der Aufarbeitung vom Leben meiner Großmutter väterlicher seits und mit der Aufarbeitung meiner Fehlgeburt. Denn beiden habe ich kaum Beachtung geschenkt. Seit dem Interview sind beide mit einbezogen in meine Ahnenreihe und in mein Leben . Ich fühle mich mit ihnen verbunden und das fühlt sich so angenehm, so richtig an. Vielen Dank liebe Barbara, das du mir die Augen geöffnet hast.
Wie schön, liebe Anke,
dass Du so viel Klärendes und Heilsames mitnehmen konntest aus dem Interview mit mir.
Danke, dass Du es mit uns teilst!
Alles Gute für dich
Barbara